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News vom 14.07.2008

Hochschulpakt II - CHE Consult legt neue Berechnungen zum Studierendenhoch vor

Der erwartete Anstieg der Studienanfängerzahlen wird nach aktuellen Prognosen viel länger anhalten als bislang erwartet. Bis weit in die 2020er Jahre hinein werden wir in Deutschland deutlich mehr Studienanfänger haben als im Jahre 2005. Vor dem Hintergrund des sich allmählich und regional unterschiedlich stark vollziehenden demographischen Wandels stellt das Hoch an Studienberechtigten eine einmalige Chance dar, qualifizierte junge Menschen in ausreichender Anzahl auszubilden. Während in den westdeutschen Flächenländern die Nachfrage vehement ansteigen wird, greift in den ostdeutschen Bundesländern der demographische Wandel in Form eines Rückgangs der Hochschulzugangsberechtigten bereits jetzt. Auf diese widersprüchliche Herausforderung versucht der Hochschulpakt 2020 eine Antwort zu geben, dessen erste Stufe bis 2010 läuft und dessen nächste Stufe nun verhandelt wird.

Der Hochschulpakt I basiert auf den Prognosen der KMK über die künftigen Studienanfängerzahlen. Dabei hat sie ihre eigenen Prognosen zur Entwicklung der Hochschulzugangsberechtigten (HZB) von 2005 herangezogen. Inzwischen liegt eine neue HZB-Prognose der KMK vor, die dramatisch höher ausfällt (siehe Grafik – der hellblaue Bereich war der Grund für den Hochschulpakt I).





Der massive Anstieg in der Prognose der KMK zwischen 2005 und 2007 geht insbesondere auf die Berücksichtigung eines erheblich stärkeren Übergangs in die 5. und in die 11. Klasse der Gymnasien zurück. Für ganz Deutschland bedeutet dies nach der neuen Prognose 1.103.000 Hochschulzugangsberechtigte zwischen 2005 und 2020 zusätzlich gegenüber dem Niveau von 2003. Die alte Prognose sah dagegen nur 431.500 zusätzliche Studienberechtigte voraus – das aber war die planerische Grundlage für den Hochschulpakt I.

CHE Consult hat auf der Basis der aktuellen KMK-Prognose für die HZB’ler vorsichtige Prognosen über die Entwicklung der Studienanfängerzahlen ermittelt, und zwar sowohl für Deutschland insgesamt wie für die einzelnen Länder. Dabei wird die Übertrittsquote des Schulabgänger-Jahrgangs 2000 lediglich fortgeschrieben; es wird der verzögerte Eintritt in die Hochschulen berücksichtigt und es werden die Wanderungsbewegungen zwischen den Ländern beachtet. Diese Prognosen von CHE Consult sind also eher konservativ gerechnet – und unterstellen, wir würden genauso vielen jungen Studienberechtigten wie bisher einen Studienplatz anbieten.

Angesichts des Wandels zur Wissensgesellschaft und des globalen Wettbewerbs sei es ein Gebot der Stunde, betont Projektleiter Christian Berthold, „der erhöhten Nachfrage nach Studienplätzen auch ein ausreichendes und hochwertiges Angebot an qualitätsvollen Studienmöglichkeiten gegenüberzustellen.“

Die CHE-Berechnungen stehen z. Zt. als Kompaktversion zum download (siehe rechts) zur Verfügung und werden in Kürze auch im Rahmen des Projekts „Demographischer Wandel und Hochschulsystem“ in einzelnen Länderberichten veröffentlicht.


Weitergehende Informationen finden Sie in den angegebenen Publikationen.

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Ansprechpartner
Christian Berthold
Details Christian Berthold
Telefon: (05241) 21179-59
Fax: (05241) 21179-52
E-Mail: Christian.Berthold@
che-consult.de
 
Sekretariat:
Details Klaudia Kricks
Telefon: (05241) 21179-28

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