Diversity Tagung an der TU Dortmund beleuchtet Zukunftsfähigkeit von Hochschulen und UnternehmenMit Verschiedenheiten – ganz gleich ob etwa Geschlecht, Nationalität und Herkunft, Religion, Kultur oder familiäre Situation - umzugehen, bedeutet auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft nach wie vor die Überwindung von Vorurteilen oder gar diskriminierenden Prozessen. Wie aber lassen sich Unterschiede im Sinne der potenziellen Nutzung von Vielfalt positiv und „gewinnbringend“ sowohl in Hochschulen als auch Unternehmen erschließen? Die Leitidee der Tagung geht davon aus, dass mit einem gezielten Management die notwendige Inklusion und Integration z. B. von Menschen mit Migrationserfahrung, Alleinerziehenden, Menschen mit Behinderung oder chronisch Kranken, von nicht-traditionellen Studierenden in Hochschulen, Unternehmen und Politik durchaus gelingen kann.
Inwieweit nun der aus den USA stammende Diversity-Ansatz geeignet ist, entsprechende Prozesse der Partizipation und Teilhabe anzustoßen und notwendige Voraussetzungen dazu zu gestalten, soll bei der Tagung „Diversität Macht und Inklusion“, die am 10. und 11. Juni an der TU Dortmund stattfindet, diskutiert werden. Allerdings, so die Veranstalterinnen Dr. Iris Koall, Verna Bruchhagen (beide TU Dortmund) und Dr. Daniela De Ridder (CHE Consult), sei der Diversity-Ansatz voraussetzungsreicher als viele der veröffentlichten Positionen in Web-Auftritten und Hochglanzbroschüren dies oft nahe legen:
Integration und Inklusion setze eine veränderte Managementhaltung voraus, die die Vielfalt von Beschäftigten und Studierenden als Ressource erkenne und produktiv für innovative Prozesse einbinde. Zugleich sei dies als Herausforderungen für das Management anzunehmen.
Mit Lee Gardenswartz und Anita Rowe konnten zwei international renommierte Diversity-Trainerinnen aus den USA für einen Workshop gewonnen werden. Als Trainerinnen zeigen sie auf, wie Integration unterschiedlicher Personengruppen in Unternehmen und Hochschulen gelingen kann, wie Vorurteile und Sprachbarrieren überwunden werden können und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um ein produktives Arbeitsklima zu schaffen.
Unter dem Titel „Keine Wissensgesellschaft ohne Diversity: Was macht Hochschulen inklusiv?“ werden in der anschließenden Podiumsdiskussion die Herausforderungen des demografischen Wandels für Hochschulen diskutiert.
Debattiert wird, welche Prozesse angestoßen und welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um Innovationen und Zukunftsfähigkeit von Hochschulen sicherstellen zu können.
Deutsche, österreichische und Schweizer Referent(inn)en aus Wissenschaft und Praxis beleuchten anschließend in verschiedenen Diskussionsforen die Professionalisierung in Beratung, Bildung, Rehabilitation, Politik und Unternehmen. Dabei sollen Wechselwirkungen von Forschung und Praxis, Professionalisierungs- und Politisierungsprozessen diskutiert sowie bisherige Bemühungen um Integration, Inklusion und Anti-Diskriminierung kritisch in den Blick genommen werden.
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