CREST Workshops in Lissabon und Tartu drehen sich um die Wege zur ForschungsexzellenzDie deutsche Exzellenzinitiative findet überall in Europa Anklang und Aufmerksamkeit. Immer mehr Länder folgen dem Beispiel klare Prioritäten bei der Finanzierung von Forschung und Investitionen in „worldclass excellence“ zu setzen. Allerdings sind die Wege im Detail sehr unterschiedlich: Spanien integriert das Ziel regionaler Entwicklung in das Exzellenzprogramm. Dänemark macht klar, dass die Förderung nach 5 Jahren definitiv endet und das Ministerium unterstützt die Hochschulen bei der Erarbeitung von Business Plänen zur Sicherung der Nachhaltigkeit. Und die Niederlande unterstützt mit ihren „Veni, vidi, vici“ Karriere-Stipendien eher Individuen in ihrer Forscher(innen)karriere als Strukturen und Institutionen. Dies gehört zu den Ergebnissen der CREST „Peer Learning Activity“ zum Thema “World Class Excellence”, die unter Moderation des CHE im Mai in Lissabon stattfand. Der CREST Ausschuss ist als Berater der Europäische Kommission für Fragen zur Forschungs-, Entwicklungs- und Technologiepolitik tätig. Im Rahmen der „open method of coordination“ trafen sich in Lissabon Ministeriums- und Hochschulvertreter aus 8 europäischen Staaten zum Erfahrungsaustausch und um voneinander zu lernen. Der Austausch wurde mit 7 Mitgliedstaaten Ende Mai in Tartu (Estland) fortgesetzt und fokussierte sich dort auf „capacity building“, d.h. auf Hochschul- und Landesstrategien zum Aufbau von Forschungskapazitäten. Als wünschenswerte Entwicklung wurde beispielsweise eine offene Strategie des „brain circulation“ ermittelt, die den Aufbau von personellen Ressourcen befördert.
Die beiden Workshops sind Teil einer Serie von 5 Workshops in europäischen Ländern. Bis Herbst werden Ergebnisberichte zu diesen Workshops veröffentlicht. Das CHE begleitet in Zusammenarbeit mit der EU Kommission den gesamten Prozess als Moderator, in der Planung und Organisation sowie der Dokumentation von Ergebnissen. |