Bessere Bedingungen für junge Forscher in Europa schaffenCREST Peer Learning Group tauscht sich unter Moderation des CHE in Dublin über das Vorgehen aus, wie man Nachwuchswissenschaftler(inne)n zu akademischer Exzellenz verhelfen kann. Die jungen wissenschaftlichen Köpfe Europas müssen sich dabei vielfältigen Herausforderungen stellen, die über ihre Forschungstätigkeit oder die Veröffentlichung der Ergebnisse hinausgehen.
Der Status von Doktoranden wird mittlerweile europaweit debattiert. Der Trend geht dahin, sie als Hochschulmitarbeiter mit allen damit verbundenen Rechten einzustufen und sie nicht nur als Studierende anzusehen. In Belgien hat sich ein dualer Angestellten-/Studierenden-Status etabliert, der die jeweiligen Vorteile kombiniert und dadurch die Promotion sehr attraktiv macht. In Estland werden z.B. Doktoranden ab 2012 zwischen dem Angestellten- oder Studierenden-Status wählen können.
In den meisten europäischen Ländern werden strukturierte Doktoranden-Programme als ein Schlüssel für gute Doktorandenausbildung gesehen. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede in den Zielen solcher Programme, und entsprechend werden die Programme auch unterschiedlich ausgestaltet. Wenn es das Ziel ist, Teamgeist und Forschungskooperationen zu entwickeln, ist eine z.B. fakultätsübergreifende Finanzierung sinnvoll (z.B. an der dänischen Aarhus Universität und im irischen PRTLI Programm). Andere Programme legen Wert darauf, dass Doktoranden Mentoring erfahren, aber gleichzeitig auch sehr früh bereits selbst als Mentor agieren. Wieder andere Programme bauen den Kontakt mit der Wirtschaft systematisch in die Ausbildung ein.
Diese und weitere Themen waren im Fokus der CREST Peer Learning Activity zu “Junge Forscher: Rekrutierung und Karrieren”, welche vom 8. bis 10. Juni in Dublin stattgefunden hat. CREST, das Komitee der Europäischen Union für wissenschaftliche und technische Forschung, assistiert der Europäischen Kommission und dem EU-Rat als Berater für Wissenschaftsfragen. Im Kontext der „open method of coordination“ sind Regierungs- und Hochschulvertreter aus neun verschiedenen Ländern zum Informations- und Erfahrungsaustausch nach Dublin gekommen.
Diese „Peer Learning Activity“ war die vierte in einer Serie von fünf Workshops in unterschiedlichen europäischen Ländern. Berichte der Workshops werden im Oktober dieses Jahres veröffentlicht, die Präsentationen sind bereits jetzt im Internet zu finden. Das CHE begleitet den Prozess in der Konzeption, als Moderator und Berichterstatter. |